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BAFA-Förderung dauert wohl noch

Das bringen 3, 4 oder 5 Kollektoren

Haben heute ein Schreiben vom BAFA bekommen, dass sie unseren Antrag auf Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien erhalten haben (war ja auch ein Einwurf-Einschreiben), dass aber derzeit ein derart großes Interesse an dem Förderprogramm in der Öffentlichkeit herrsche (geht ja auch um etwas Geld), dass die abschließende Prüfung des Antrags sich leider noch etwas verzögern wird. Wir sollten doch bitte von mündlichen oder schriftlichen Anfragen absehen (damit die Beamten in Ruhe arbeiten können) – nach dem Motto Rufen Sie nicht an, wir rufen Sie an!

Details zur Förderung erhält man auf der Website vom BAFA. Hier mal ein paar Angaben zur Verwirrung. Davon ausgehend, dass wir Solarkollektoren für Heizungsunterstützung und Wärmepumpe verbaut haben, ergeben sich verschiedenste Verwirrmöglichkeiten zwischen von Basis-, Bonus- und Innovationsförderung, sowie Kombinationsbonus, Effizienzbonus und anderen Boni.

Grundsätzlich beträgt die Basisförderung für Neubauten 78,75 €/m² Kollektorfläche, wenn man mind. 9m² Kollektorfläche aufweisen kann (bei Flächenkollektoren, bei Röhrenkollektoren 7m²). Falls man weniger als 9m² hat (so wie wir, nämlich 3 x 2,37m² = 7,1m²), erhält man nur 45€/m², aber mindestens 307,50€. Dann gibt es aber keinen Effizienzbonus, der sonst nochmal so hoch wie die Basisförderung ausfallen könnte. Die Innovationsförderung dürfte für die meisten relativ uninteressant sein, da man hier mindestens 20m² Kollektorfläche braucht. Wenn man allerdings sein komplettes Dach zupflastert, bekommt man 157,50€/m².

Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gibt es 3,75€/m² Wohnfläche für eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,5; bei Erdwärmepumpen sogar das Doppelte ab einer JAZ von 4,0. Es gibt jeweils nochmal das Doppelte, wenn die JAZ mindestens 4,7 beträgt (Innovationsförderung). Wäre schön, einem wäre das vorher gesagt worden, wenn es darum geht, die Größe der Wärmepumpe zu bestimmen. Der Mehrpreis würde sich relativieren. Den vollen Effizienzbonus gibt es auch hier, wenn die Gebäudehülle den EnEV-Standard um mindestens 45% unterschreitet – kein Problem.

Zudem gibt es noch den Kombinationsbonus in Höhe von 750€, den man bei der Wärmepumpen-Förderung ansetzen kann, wenn man auch Solar hat oder umgekehrt. Dann gibt es für Solar bzw. Wärmepumpe aber keinen anderen Bonus mehr. Letztlich kann man sich noch einen Umwälzpumpenbonus von 200€ einstreichen.

Natürlich hatte ich mir vor Zeiten mal einen kleinen Rechner gebaut, der mir die erwartete Förderung ausspuckt und ich habe mal mehrere Szenarien verglichen, da man recht schnell darauf kommt, dass ein zusätzlicher Kollektor nach meiner Rechnung locker 1.000€ mehr Fördergeld bringt und insofern quasi kostenlos wäre. Auch das hätte man gerne vorher durchrechnen können. Ärgerlich! Auf meine Anfrage bei Dammann-Haus, ob ein vierter Kollektor noch unterzubringen sei, meinte Herr Garbers, dass man seiner Meinung nach nur einen Effiziensboni erhalte. Der BAFA-Übersicht entnehmen kann man das nicht, finde ich. Ich lasse mich gerne überzeugen. Wer hat die Förderung schon erhalten?

Tipp des Tages: Anzahl der Solar-Kollektoren und Größe der Wärmepumpe (JAZ) nach BAFA-Förderung planen!

Download BAFA-Rechner.xls

Wärmepumpe vereist

Eisblock

Wir hatten morgens schon wieder kein warmes Wasser – brrrr. Wenn man kalt duschen muss, bekommt man schlechte Laune und so schrieb ich eine E-Mail an Herrn Voß mit Thomas Dammann in CC, dass der Komfort unserer Heizungsanlage gegenüber der schnöden Gasheizung doch sehr zu wünschen übrig ließe. Dammann antwortete auch gleich mit „Frieren ist dooof“ und Voß wäre bei ihm und sie würden das ansprechen.

Mit Vossi habe ich nun raus gefunden, woran es liegt: ein Teil der Lamellen, durch die das Kühlmittel fließt, wird von einem dicken Eispanzer verdeckt. Dadurch ist der Volumenstrom, den der Ventilator durchzieht natürlich deutlich geringer und die Wärmepumpe packt es nicht, das Wasser im Pufferspeicher zu erwärmen. Die Vorlauftemperatur lag nur bei 33°C, so denn auch die Isttemperatur des Warmwassers.

Glücklicherweise ist heute nahezu Frühlingsanfang, denn wir haben eine Außentemperatur von +5°C – unglaublich heiß quasi. Es ist überall am Tropfen und so hoffentlich auch der Warmwasser-Blocker in meiner Wärmepumpe. Diese hat eine automatische Abtauvorrichtung, die so funktioniert, dass acht Minuten warmes Wasser durch die Lamellen fließt. Dadurch entsteht in der Regel kein Eis. Problematisch ist es nur, wenn bei stärkerem Schneefall und Wind der Schnee direkt in die Wärmepumpe hinein getrieben wird. Dann entsteht nach und nach so ein Eisblock. Die größeren Wärmepumpen von Buderus haben so eine Haube, so dass die Luft quasi durch einen Viertelkreis angezogen wird. Dadurch kann kein Schnee rein. Hab ich nicht. Miste. Einen Föhn hab ich allerdings :-)

Ich habe für Euch mal kurz die Wärmepumpe angestellt, um das Eis zu fotografieren, damit man sich eine Vorstellung machen kann. War allerdings nicht so einfach; ich hoffe, man kann was erkennen.

Bauherren-Tipp des Tages: Als Luft-Wärmepumpe am besten eine mit Haube kaufen, so dass Schnee nicht seitlich rein blasen kann.

Schneelast

Die Schneeverwehungen auf unserer Dachterrasse kamen vor den Fenstern schon fast an einen Meter Höhe ran. Und da Wonny gestern meinte, sich unbedingt als Schneeschipperin austoben zu müssen, habe ich heute mal bei Herrn Dammann nachgefragt, ob wir vorbeilaufende Passanten der Gefahr von Schneelawinen durch übereifrige Schneeschipper aussetzen müssen, zumal auch unsere Kinderzimmer darunter lägen, wie er wisse, und die Neuproduktion und Aufzucht so lange dauert ;-)

Herr Dammann hat dann auch mal die Statik gewälzt mit dem freudigen Ergebnis, dass die Kinderzimmer noch nicht evakuiert werden müssen. Wir liegen in Schneelastzone 2 (was es alles gibt) und es würde eine Schneelast von 0,68kN/m² angenommen, zudem ein Verkehrwert von 4kN/m², also insgesamt 4,68kN/m². Mit etwas Nachhilfe für die (Nicht-)Physiker unter Euch (F = m · a), muss man nun durch die Erdbeschleunigung (9,81 m/s²) teilen und kommt somit auf 477 kg/m² Belastbarkeit. Das sollte reichen.

Ich muss einfach mal die Mail wiedergeben; Thomas Dammann wird wohl nichts dagegen haben. Ich habe mich köstlich amüsiert: „Soll heißen, der Schnee und der, der schaufelt, dürfen zusammen nicht schwerer als 468kG/m² werden :-) bevor man an die Reserven kommt, die in den Berechnungsansätzen auch noch enthalten sind. Ab 4m Schnee also nur noch leichte Leute zum schippen aufs Dach lassen ;-)“

Ich hatte Herrn Dammann einen Link zur Schneedichte bei Wikipedia geschickt. Da findet man raus, dass „mehrjähriger Firn“ eine besonders hohe Dichte hat (besonders schwer ist), was Dammann wie folgt kommentiert: „Hab eben auch noch mal bei Wikipedia geschaut. Wenn Sie den Schnee (Firn) über mehrere Jahre liegen lassen wollen, bitte nicht höher als die Brüstung werden lassen.“ :-D