Archiv der Kategorie: Bauen

Entscheidungsmatrix Wohnungssuche

Wer eine neue Wohnung sucht, hat es nicht leicht. Über viele Faktoren muss man sich Gedanken machen. Komplex ist der Auswahlprozess. Das im Kopf zu bewältigen, fällt oft nicht leicht. Hier hilft die folgende Entscheidungsmatrix. Die verschiedenen Optionen werden bezüglich verschiedener Kriterien mit Punkten von Null bis Vier bewertet. Da nicht jedes Kriterium gleich wichtig ist, kann man die Gewichtung in Prozentwerten einstellen. Eine kleine Anleitung ist im Excel-Sheet selbst gegeben.

Alexa, wie wird das Wetter heute?

Amazon Echo Dot

Amazon hat im Herbst seinen sprachgesteuerten Lautsprecher auch für den deutschen Markt herausgebracht. Man bekommt ihn immer noch nur auf Einladung. Da ich noch nicht zu den Glücklichen gehöre, habe ich mir einen aus UK besorgt; die Sprache kann man auf deutsch umstellen – kein Problem.

Es gibt zwei Modelle, den großen Amazon Echo (etwa 180€) und den kleinen Amazon Echo Dot (etwa 60€). Der Echo hat einen vollwertigen Lautsprecher, der wohl versucht, sich mit der SONOS Play:1 zu messen. Der Echo Dot begnügt sich mit einem kleineren und somit etwas trötigerem Lautsprecher, eher so auf Küchenradio-Niveau. Er lässt sich aber mit einem Bluetooth-Lautsprecher koppeln oder per 3,5mm-Klinke mit einem aktivem Lautsprecher oder Verstärker verbinden.

Als ich vor einigen Wochen mit Luca (11) über das Produkt philosophiert hatte, wanderte der Dot auf seinen Wunschzettel und so hatte der Weihnachtsmann ein Einsehen. Jetzt steht die kleine Dose in seinem Zimmer, das er sich nun mit Alexa teilt. Mit diesem Schlüsselwort aktiviert man das Gerät.

Und ja, es ist wirklich faszinierend. Auf die Frage Alexa, wie hoch ist der Eiffelturm? antwortet Alexa mit der korrekten Höhe. Alexa, wie wird das Wetter morgen? bringt Alexa dazu, einen Wetterbericht für den Standort abzugeben.

Amazon Echo

Besonders interessant ist die Sprachsteuerung der Musik. Amazon möchte natürlich seinen Streaming-Dienst Amazon Music Unlimited vermarkten. Und so liefert Alexa, spiele etwas von a-ha! zu einer Zufallswiedergabe von a-ha-Songs oder Alexa, spiele das Album Hashtag Zwilling! zur Wiedergabe des Albums #Zwilling von den Lochis – sehr beliebt bei meinen Jungs derzeit. Wer kein Amazon Music Unlimited Abo hat, aber Amazon Prime kann auch Musik abspielen, aber bei manchen Titeln sagt Alexa, dass sie den Titel nicht abspielen kann und verweist auf Music Unlimited. Neben dem Amazon-Dienst lässt sich auch Spotify einbinden.

Luca spielt seit Weihnachten Musik nur noch über den Echo Dot ab, obwohl er eine SONOS Play:1 im Zimmer hat, die deutlich besser klingt. Die Bedienung per Sprache ist einfach so viel intuitiver und schneller als es mit einer App möglich wäre.

Dennoch gibt es noch Schwächen. Mit Hörspielen, die bei Amazon verfügbar sind, kommt Alexa nicht klar. Sie versteht einfach nicht, was sie abspielen soll. Ein vorhandener Audible-Account lässt sich verknüpfen und diese Hörbücher werden auch erkannt. Auch wissenstechnisch ist Vieles noch frustrierend. Alexa kann mir die Höhe des Mount Everest sagen, aber nicht die des Großglockners. Sie soll Lead-Sänger von Bands, Schauspieler von Filme und Serien nennen können, aber auch das klappt nur unzuverlässig. Die Fragen müssen noch sehr gezielt gestellt werden.

Trotzdem macht die Interaktion mit Alexa Spaß. Amazon wird die „Intelligenz“ weiter ausbauen, soviel ist sicher. Im Frühjahr bringt Google sein Google Home nach Deutschland. Auf der Google I/O wurde schon eindrucksvoll demonstriert, wie die kleine Blumenvase deutlich besser auf Fragen antworten kann; sogar mit Folgefragen kommt Google klar. Allerdings ist „Alexa“ deutlich persönlicher als „Ok Google“.

Hier wird in den nächsten Jahren ein Wettrennen um den intelligentesten Assistenten entstehen; Amazon hat vorgelegt. Jeder muss selbst entscheiden, ob er den Konzernen erlaubt, im eigenen Zuhause zuzuhören. Die Computerzeitschrift ct hat es getestet: ins Internet wird nur der Satz gesendet, der nach dem Schlüsselwort folgt. Es wird also nicht fortwährend abgehört.

Dennoch lernen Amazon oder Google natürlich eine Menge über Dich. Sie wissen, welche Musik Du magst, wann Du zu Hause bist und können Deinen Bildungsstand analysieren anhand der Fragen, die Du stellst. Aber hey, zumindest Google weiß das alles auch jetzt schon über Dich. Facebook erstellt ein genaues Profil Deines Charakters anhand Deiner Likes.

Die digitalen Assistenten der nächsten Jahre werden vergleichbar sein mit der Chef-Sekretärin, die nicht nur die geschäftlichen Termine kennt, sondern auch das Geburtsdatum und die Vorlieben der Gattin. Sie besorgt das passende Geschenk ein paar Tage vorm Geburtstag und reserviert einen Tisch im Lieblingsrestaurant. Sie ist unkündbar, sie ist unentbehrlich, sie weiß zuviel.

Für uns stellt sich die Frage, wie es musik-technisch weitergeht. Ich habe wenig Lust, mein SONOS-System auf Echos umzustellen; an die SONOS-Qualität kommt Amazon nicht ran. Also warten wir sehnsüchtig auf das Frühjahr 2017, wenn Alexa auch SONOS steuern kann.

 

Badezimmer altersgerecht planen

Alle, die heute schon an morgen denken, beschäftigen sich vielleicht mit einer barrierefreien Einrichtung. Mit zunehmenden Alter werden Komfort und Funktionalität der Räume immer wichtiger. Das gilt auch für das Badezimmer. Dieser Raum sollte für jeden gut zugänglich sein. Treppen, Stufen und mögliche Stolpergefahren gehören daher nicht in ein barrierefreies Badezimmer. Damit sich heutige Bauherren und Bad-Renovierer auch im Alter herrlich im Bad entspannen und sich ausgiebig waschen können, sollten sie diese fünf Tipps berücksichtigen.

Bodenebene Dusche

Der Schritt ins kühle Nass fällt bei ebenerdigen Duschen besonders leicht. Durchgeflieste Böden und superflache Duschwannen ermöglichen einen komfortablen Zugang – sogar für Rollstühle. Als Vorsichtsmaßnahme dient ein rutschhemmender Untergrund, rutschfeste Fliesen und Wannen sind in zahlreichen Variationen erhältlich. Damit der Duschvorgang möglichst bequem und genüsslich vonstatten geht, sollte die Dusche mindestens 1,20 Meter lang wie breit sein, Rollstühle finden in Duschen ab 1,50 Meter ausreichend Platz. Kleiner Tipp: Mit Glastüren wirkt der Raum größer. Öffnen diese nach außen, freut sich der Duschen-Nutzer über mehr Komfort und ein einfacheres Schließen der Tür. Mehr zu den Unterschieden zwischen einem gefliesten Boden und der Duschwanne sowie weitere Informationen zur Badezimmer-Planung finden Interessierte zum Beispiel auf www.calmwaters.de.

Barrierefreies Waschbecken

Bei der Planung des Waschbeckens sollten Bad-Renovierer besonders auf eines achten: Es sollte unterfahrbar sein. Das heißt, dass Rollstuhlfahrer das Becken problemlos nutzen können, ohne etwa mit dem Knie gegen den Siphon zu stoßen. Für den richtigen Bewegungsfreiraum wird in der Regel eine Fläche von 2,25 Quadratmetern vor dem Waschtisch geplant. Seifenspender und Handtücher sollten je nach Körpergröße in entsprechender Höhe platziert werden.

Niedrige Badewanne

Mit zunehmenden Alter möchte kaum jemand auf den gewohnten Luxus eines wohlig warmen Vollbades verzichten. Weil der Zugang zu herkömmlichen Badewannen mit schwindender Muskelkraft immer schwieriger wird, reagieren Hersteller mit niedrigeren Modellen. Wird die Badewanne in den Boden eingelassen, können Senioren die Wanne leichter betreten. Die Randhöhe beträgt dann je nach Modell etwa 25 cm. Mit festem Griff an möglichen Wandstützen ist dieses Hindernis schnell überwunden. Eine Antirutsch-Beschichtung sorgt für den sicheren Stand. Niedrige Badewannen sind nicht nur altersgerecht, sie sehen auch klasse aus: Elegant peppen sie das Badezimmer auf – ein Hingucker für Jung und Alt.

Eine andere Möglichkeit ist die Badewanne mit Tür. Diese ermöglicht einen einfachen Zugang mit einer Einstiegshöhe zwischen zwölf und 15 cm. Das Beste daran: In vielen Fällen lässt sich die Tür auch erst im Nachhinein in die Badewanne einbauen. Also heute ein geeignetes Modell aussuchen, später folgt die Ausstattung zum barrierefreien Modell.

Einhebelmischer

Um die Wassertemperatur und -menge richtig einzustellen, sollten Renovierer im barrierefreien Bad zu Einhebelmischern greifen. Nutzer benötigen lediglich eine Hand für die Regulierung, mit der anderen können sie sich zum Beispiel an Haltegriffen festhalten. Thermostat-Armaturen oder berührungslose Varianten eignen sich ebenfalls gut. Von Zweigriffarmaturen ist allerdings abzuraten.

Für den sicheren Halt

Wer ein barrierefreies Badezimmer plant, sollte an ausreichend Wand- und Stützgriffe denken. Gerade auf nassen Fliesen oder in der rutschigen Dusche ist der feste Halt wichtig – besonders wenn der Stand ohnehin wacklig wirkt. In der Dusche, über der Badewanne, neben dem Waschtisch und der Toilette sollten daher Stützgriffe platziert werden. Falls aktuell kein Bedarf an Haltegriffen besteht, können diese später nachgerüstet werden. Es ist dennoch ratsam, die genaue Platzierung in die Planungen einzubeziehen. So bleiben die angedachten Stellen frei von Wasser- und Stromleitungen und werden nicht durch Hängeschränke oder Co. belegt.