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Pumpe der Solaranlage defekt

Ich hatte mich schon merklich gewundert. An den super-heißen Tagen zeigte die Leistung der Solarpanels teilweise Null Kilowatt. Die Solltemperatur des Pufferspeichers ist auf 50°C eingestellt, aber da ging die Isttemperatur auch nie drüber, obwohl die kostenlose Solarenergie das Ding doch gerne weitaus höher beheizen könnte. Der Effekt war dann, dass abends nach dem Duschen die Wärmepumpe ansprang – nicht so im Sinne des Erfinders.

Ich also Vossi angerufen, und in Ferndiagnose haben wir rausgefunden, dass die Pumpe der Solaranlage defekt sein muss. Na bravo, wahrscheinlich hat die gute Sonne meinen Pufferspeicher bisher noch kein einziges Grad beheizt. Vossi kam aber gleich letzten Montag (sehr vorbildlich) und hat sich der Sache angenommen. Die Pumpe war nur verklemmt, jetzt muss die Pumpe nicht mehr laufen. Trotzdem sei noch irgendwas defekt, weil die Wärmepumpe im Sommerbetrieb eigentlich gar nicht hätte anspringen dürfen. Das muss der Kundendienst von Buderus checken, Vossi regelt das.

Einheitswert festgestellt

Wir haben nun auch den Einheitswert mit Haus erhalten, genau: den Bescheid über den Einheitswert (Wert- und Artfortschreibung) und den Bescheid über den Grundsteuermessbetrag (Neuveranlagung). Darin wird der Einheitswert für unser Einfamilienhaus auf 46.118 Euro festgestellt.

Weiter unten ist die Berechnung aufgeschlüsselt. Naja, so richtig wird man nicht schlau daraus. Zunächst mal haben wir Bauteil 01 und Bauteil 02, wahrscheinlich das Carport. Für Bauteil 01 wird die Jahresrohmiete Wohnzwecke auf 7.604 DM gesetzt (einschließlich 5% Zuschlag für Schönheitsreparaturen). Das wäre wohl der Wert, den man 1964 als Jahresmiete für unser Haus hätte zahlen müssen – recht günstig eigentlich.

Und dann gibt es einen Vervielfältiger (das Wort Faktor ist wahrscheinlich nicht deutsch genug), der der Anlage 7 zum Bewertungsgesetz zu entnehmen ist. Darin werden zunächst drei Klassen unterschieden:

  • A: bei Massivbauten mit Mauerwerk aus Ziegelsteinen, Natursteinen, Kalksandsteinen, Schwemmsteinen oder ähnlichen Steinen sowie bei Stahl- und Stahlbetonskelettbauten außer bei solchen Bauten, die unter B fallen
  • B: bei Holzfachwerkbauten mit Ziegelsteinausmauerung, Gebäuden aus großformatigen Bimsbetonplatten oder ähnlichen Platten sowie bei anderen eingeschossigen massiven Gebäuden in leichter Bauausführung
  • C: bei Holzfachwerkbauten mit Lehmausfachung und besonders haltbaren Holzbauten mit massiven Fundamenten

Was würdet Ihr nun denken, in welche Kategorie ein Dammann-Haus fällt? Ich hätte ja auf „besonders haltebare Holzbauten mit massiven Fundamenten“ getippt, aber nein, unser Bauteil 01 fällt in Kategorie B, während Bauteil 02 mit nur einer Jahresrohmiete Wohnzwecke von 340 DM in Kategorie C fällt.

Da werde ich wohl nochmal nachhaken, denn Anlage 7 ist nun so aufgebaut, dass es für jede der drei Kategorien einen Faktor gibt, der abhängig ist von der Einwohnerzahl der Gemeinde, in der das Haus steht. Kronshagen fällt dabei in die Kategorie zwischen 10.000 und 50.000 Einwohner. Die Vervielfältiger für Nachkriegbauten nach dem 20.06.1948 ;-) vom kleinem Dorf bis Großstadt in den einzelnen Klassen wie folgt:

  • A: 11,8
  • B: 11,4
  • C: 10,6

Insofern ist es also schon spannend, warum der Großteil unseres Hauses nicht in Kategorie C fällt. Seltsam ist auch, weshalb eine Wohn-/Nutzfläche von 142m²angesetzt wird, obwohl die echte Fläche doch größer ist.

Der Steuermessbetrag errechnet sich dann wie beschrieben (siehe Artikel Einheitswertfeststellung) zu 126,89€. Mit dem Kronshagener Hebesatz von 240% müsste sich als eine jährliche Grundsteuer von 304,54€ ergeben.

Welcher Einheitswert wurde für Euer Haus festgesetzt und nach welcher Kategorie wurde berechnet?

    26 Grad und es wird noch heißer

    26°C

    Der erste sonnige Tag seit Wochen und ich staune nicht schlecht, als das Thermometer über 26°C anzeigt. Die vielen Fensterflächen lassen die Wärme der Sonnenstrahlen recht gut rein und die Fußbodenheizung ist zu träge, als dass sie schnell genug abkühlen würde. Insbesondere im Erdgeschoss ist die Fußbodenheizung bei Dammann-Häusern besonders träge, da sie mehr Beton-Volumen erwärmen muss, als das bei normalem Estrich der Fall wäre. Ist der Beton erstmal warm, dauert es natürlich auch entsprechend lange, bis er wieder abkühlt. Durch den Trocken-Estrich in den Obergeschossen sollte es allerdings schneller gehen als sonst; aber auch dort war es unerträglich warm – für mein Wärmeempfinden zumindest. Wonny faselte etwas von ‚endlich mal nicht frieren‘. So sind sie halt, die Frauen ;-)

    Unter diesen Gesichtspunkten, frage ich mich, ob es wirklich geschickt ist, bei vielen Fensterflächen eine träge Fußbodenheizung zu verbauen. Man bedenke, dass die Außentemperatur gerade mal über Null liegt heute. Mal unabhängig von der Heizung: wie wird das eigentlich im Sommer? Haben wir uns ein Gewächshaus gebaut? Fenster lassen Wärme rein, aber die gute Dämmung lässt sie nicht wieder raus? Wer kann berichten?

    Bauherren-Tipp des Tages: Mal mit den Fachmänners klären, wie sich Fußbodenheizung und viel Fensterfläche verträgt!