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Gewinne und Verluste

Heizwärmebedarf nach Monaten

In dem Energiesparnachweis, den wir für unser Haus erhalten haben, lässt sich auch ablesen, wieviel Heizenergie für einen „Normmonat“ benötigt wird, wie mir Herr Dammann erklärte. Die nebenstehende Grafik zeigt die solaren Gewinne, die internen Gewinne durch Personen und elektrische Geräte, als auch die Wärmeverluste, etwa durch Transmission durch die Haushülle oder durch Lüften. Die Differenz ist der Heizwärmebedarf und in Form der blasroten Linie dargestellt. Weiter oben im Dokument findet man eine Tabelle, in der sich die exakten Zahlen ablesen lassen. Demnach liege ich mit den zuvor erwähnten 3.000 kWh, die unsere Wärmepumpe bereits seit November erzeugt hat, ganz gut. Denn der Heizwärmebedarf für November beträgt laut Tabelle 1.319 kWh und für Dezember 2.130 kWh, was in Summe schon mehr ist.

Energieausweis

Energieausweis, Seite 2

Ich habe mich bei Herrn Dammann nochmal schlau gemacht. Viel einfacher lässt sich das mit dem Energieausweis rechnen. Dort ist für unser Haus ein Endenergiebedarf von 12,3 kWh pro m² pro Jahr berechnet. Bezogen auf die Gebäudenutzfläche von 231,9 m² ergibt sich damit eine Energiemenge von bummelig 2.850 kWh, die wir im Jahr für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung an Strom aufwenden müssten.

Natürlich ist das alles nach Normbedingunen gerechnet mit standardisierter Raumtemperatur und Wasserbedarf. Da kann man bestimmt mal 20% drauf schlagen. Außerdem ist bei unserer Berechnung die Beheizung des zweiten Obergeschosses nicht mit eingeflossen, da wir dies eigentlich erst später ausbauen wollten. Insofern kommen meine geschätzten 3.500 kWh dann doch wieder gut hin, denke ich.

Hochrechnungen

Vielen Dank an dieser Stelle für alle Kommentare soweit! Nach den ersten vier Tagen des Stromzähler-Loggings bestätigen sich die 60 kWh pro Tag bei den derzeitigen Minustemperaturen. Natürlich lässt sich der Wert nicht aufs Jahr hochrechnen. Ich schätze mal, dass die Wärmepumpe im Sommer nahezu gar nicht mehr läuft, wird doch die Warmwasser-Aufbereitung dann von den Solar-Panels unterstützt. Trotzdem frage ich mich, was wir wohl 2010 für Strom ausgeben werden.

Zwischen den Jahren hat mir Herr Voß unaufgefordert die Unterlagen zur Antragstellung bei der BAFA zur Förderung effizienter Wärmepumpen geschickt – sehr zuvorkommend. Darin weist er für unsere Luft/Wasser-Wärmepumpe Buderus WPL 70 ARM eine Jahresarbeitszahl von 3,5 aus. Die Heizleistung der Pumpe bei einer Außentemperatur von 2°C und einer Heizungs-Vorlautemperatur von 35°C (A2/W35) gibt Vossi dort mit 5,5 kW an, obwohl Buderus im Prospekt einen Wert von 7,1 kW nennt.

Die Leistungszahl gibt das Verhältnis von nutzbarer Wärmeernergie zu aufgebrachter elektrischer Energie (Strom) an. Eine Leistungszahl von 3 heißt also, dass ich dreimal so viel kWh an Wärme raushole, wie ich Strom reinpumpe. Die Leistungzahl ist natürlich abhängig von der Außentemperatur, denn eine Luft-Wärmepumpe tut sich bei Minustemperaturen bestimmt schwerer, der Luft Wärme zu entziehen. Buderus gibt die Leistungszahlen für die WPL 70 wie folgt an: 2,6 bei –7°C; 3,2 bei 2°C; 3,6 bei 7°C und 4,0 bei 10°C. Die Jahresarbeitszahl ist dann das Verhältnis der abgegebenen Heizenergie zur zugeführten elektrischen Energie über ein ganzes Jahr betrachtet.

Einer der zwei Wärmepumpen-Manager, die sich hinter dem Pufferspeicher zu verstecken suchen, zeigt derzeit eine Wärmemenge von 3.020 kWh an. Das müsste ja dann die Energie sein, die die Wärmepumpe seit Inbetriebnahme Anfang November produziert hat. In dem EnEV-Nachweis (kompliziertes Dokument) berechnet Dammann einen Jahresheizwärmebedarf von 9.295 kWh und für die Trinkwassererwärmung 2.898 kWh, macht einen Jahresgesamtwärmebedarf von 12.193 kWh. Ich hätte also in zwei Monaten schon ein Viertel verbraucht; sind aber auch kalte Monate, insofern könnte das schon hinkommen. Mal angenommen der Jahresgesamtwärmebedarf stimmt und auch die Jahresarbeitszahl von 3,5 ist realistisch und wir lassen die Solar-Panels mal außer Betracht, dann müsste ich doch (12.193 kWh / 3,5) etwa 3.500 kWh Strom für die Wärmepumpe aufwenden.

Wenn wir nun bald den zweiten Stromzähler für die Wärmepumpe bekommen, kann ich.die Jahresarbeitszahl (JAZ) prima ausrechnen. Ich werde die Wärmemenge ab sofort mal mitprotokollieren. Wenn ich den normalen Stromverbrauch schätze, kann man immerhin schon mal eine ungefähre JAZ ableiten.