Heute Morgen sollten wir Strom bekommen. Tatsächlich tummelten sich ein Elektriker und drei Typen von den Versorgungswerken Kronshagen in unserem Hauswirtschaftsraum. Jetzt haben wir da ’nen Stromkasten stehen. Schön, so müssen wir abends nicht mehr mit Taschenlampen im Haus rumkraxeln und uns überlegen, wo welche Steckdose, welche Wandlampe und welche Netzwerkdose hin soll. Das steht zur Zeit ganz oben auf dem Zettel. Gar keine leichte Aufgabe, schon gar nicht mit einem zum Perfektionismus neigenden Informatiker als Bauherr an der Seite… ;-) Die Elektriker tun mir jetzt schon Leid…!
… drei Begriffe, gegen die ich seit gestern allergisch bin.
Freitag wurde bei unserem Nachbarn der Baustromkasten abgebaut. Hmmm. Damit gingen bei uns die Lichter, Radios und Akku-Ladegeräte aus. Die Idee war gewesen, den Baustromanschluss zu sparen. Unser Haus ist quasi fertig, und so könnte man doch Strom, Telekom, Wasser und Kabelfernsehen einfach gleich ins Haus legen. Einfach! Pah! Denkste! Überhaupt an die Anträge für Telekom und Kabel zu kommen war beinahe unmöglich (Kennt jemand „Asterix erobert Rom“ Stichwort: blauer Passierschein A38 ?!).
Irgendwie haben wir es aber dennoch geschafft, wenigstens Tiefbauer, Telekom und die Versorgungswerke mit Strom und Wasser unter einen Hut zu kriegen (kleines logistisches Wunder). Kabel Deutschland stellt sich da hingegen etwas weniger Service- und Dienstleistungs-orientiert dar, aber gut, vielleicht haben die schon genug Kunden…
Ich traf mich zur weiteren Absprache heute mit ein paar sehr netten Mitarbeitern von Rehse Rohrbau (dem Tiefbauer, der die Gräben für die Rohre buddelt) und den Versorgungsbetrieben Kronshagen auf unserem Grundstück. Das Gerüst an unserem Haus stellt wohl arbeits- und sicherheitstechnisch ein kleineres Problem dar, man versprach aber dennoch morgen mit dem Buddeln anzufangen. Doch dann ging’s los: „Frau Schneider, wo liegen denn die und die Rohre? Wie ist das mit dem und dem Zulauf, ist das mit diesen Anschlüssen so gedacht gewesen… ?!?“ Hääää? Sehe ich aus wie Bob der Baumeister oder wie? Ich hatte keine Ahnung von irgendwas das die mich da fragten, und der Hinweis, ob ich denn wüsste, dass da die feuerfesten Platten unter dem Sicherungskasten angebracht werden müssten (ich wusste nicht mal, dass es so etwas überhaupt gibt!!), ließ mich dann doch nochmal die Wohnste-Hotline wählen (nachdem ich Luca vom Gerüst geholt hatte und Finn die zehn Zentimeter langen Nägel aus dem Mund geholt hatte, mit denen er meinte, ein Säbelzahntiger zu sein…)
Aber der Anruf war erfolgreich. Wir bekamen einen Plan gemailt, auf dem alle Zu- und Ableitungen, Rohre und Leitungen eingezeichnet sind, und nach einer guten Beschreibung fand ich die feuerfesten Platten für den Sicherungskasten im oberen Stockwerk auf einem Stapel Gipskartonplatten.
So weit so gut, eventuell haben wir jetzt Freitag eigenen Strom, unser Trockenbauer guckt dafür aber strommäßig trotzdem in die Röhre, wenn er Mittwoch loslegen will… Mal sehen, wo wir nun Strom her bekommen. Bis jetzt hat das ja alles irgendwie geklappt. Notfalls mit allen Verlängerungskabeln, die ich finden kann, bis zu uns nach Hause… ;-)
Es gibt da noch einige Differenzen bei der Meinung, wie wichtig eigentlich eine Lichtplanung ist. Klar, früher hatte man eine Deckenlampe in jedem Zimmer und den passenden Schalter dazu neben der Tür. Aber irgendwie kauft sich dann doch jeder die Stehlampe, die durch indirekte Beleuchtung Stimmungslicht schafft.
Wenn man sich mal genauer mit dem Thema beschäftigt (bspw. über www.licht.de), stellt man (zumindest ich) schnell fest, dass es doch Sinn machen würde, sich mal zu überlegen, wie die Grundbeleuchtung, aber vor allem, wie die Zonen- und Effektbeleuchtung aussieht. Allerdings ist das auch ein ganzes Stück Arbeit; insofern bleibt fraglich, ob nicht doch wieder vieles beim alten bleibt.
Trotzdem spiele ich derzeit ein bisschen mit dem freien Programm DIALux herum, wo man seinen Grundriss zeichnen kann, Objekte einfügen und dann über Plug-ins aller Lichthersteller die richtigen Lampen aussucht, plaziert und sich das Licht berechnen lässt – faszinierend. Sogar das Tageslicht und Verschattung von Nachbargebäuden lässt sich einplanen.
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