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InVENTer

Die Elektriker waren gestern nochmal da, um einige Restarbeiten zu erledigen. Unter anderem haben sie die InVENTer angeschlossen, unsere dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung, angeblich bis 92% laut Hersteller. Nochmal kurz zur Funktionsweise: Wir haben insgesamt acht „Löcher“ im Haus. Darin sind die InVENTer eingesetzt, die im Wesentlichen aus einem Lüfter, einem Filter und einem Keramik-Element bestehen. Alle 70 Sekunden wechselt der Lüfter seine Blasrichtung und zwar im Haus immer vier rein, vier raus. Das Keramik-Element erwärmt sich durch die ausströmende Luft und gibt die gespeicherte Wärme wieder an die reinströmende Luft ab.

Die Dinger sind wirklich recht leise, aber eben nicht unhörbar. So spricht der Hersteller auch von flüsterleise. Im Wohnzimmer merken wir rein überhaupt gar nichts, da der Side-by-side-Kühlschrank schon lauter ist. In den Schlaf- und Kinderzimmern kann man bei sonst vollkommener Stille schon ein leichtes Rauschen vernehmen. Das ist aber so unmerklich, dass wir keine Eingewöhung beim Einschlafen brauchten. Auch unser Vierjähriger, der mit seinem Kopf in seinem Hochbett quasi direkt unter einem InVENTer schläft, hat sich nicht beschwert.

Allerdings habe ich gerade festgestellt, dass das primitive Steuergerät noch falsch eingestellt war, nämlich auf Dauerlüftung, also Abluftbetrieb. Die Drehzahl der Lüfter stand auf 25%. Ich habe nun gerade mal auf Wärmerückgewinnung und 100% umgestellt. Jetzt erfolgt auch alle 70 Sekunden eine Umkehr der Luftrichtung. Und das kann ich deshalb so genau kontrollieren, da der Lüfter nun wirklich deutlich zu hören ist, etwa vergleichbar mit einem schnell drehenden Tischventilator. Das ist auf Dauer definitiv zu laut, insbesondere da er alle 70 Sekunden mal wieder kurz leise wird, um die Drehrichtung zu ändern. Laut Hersteller liegt der Geräuschpegel bei 25% Drehleistung bei 19dBA, bei 100% bei 41dBA. Allerdings ist die Entfernung bei der Messung nicht angegeben; insofern sind die Angaben eigentlich sinnlos. Trotzdem: man empfindet bei 10dB Pegeländerung etwa eine Verdoppelung der subjektiven Lautstärke (siehe hier); somit ist die Lautstärke-Empfindung bei 100% Drehzahlleistung etwa viermal so hoch wie bei 25%. 41dB entspricht in etwa die Lautstärke einer normalen Unterhaltung. Und wer will schon ständig gegen seinen Lüfter gegenanreden? Selbst auf 50% (entspricht laut Kurzanleitung der „Normluftleistung“) ist der Lüfter noch deutlich zu hören, so dass ich nun wieder auf 25% (Öko-Mode) runterregele, in der Hoffnung, dass sich trotzdem Wohlbefinden einstellt und Schimmel ausbleibt.

Ich bin sowieso gespannt, ob wir klimatechnisch nun noch einen großen Unterschied merken. Das Wohnen in einem Dammann-Haus ist einfach so schon prima. Da gibt es eben keine feuchten Wände, die erstmal lange austrocken müssen. Bei den Außentemperaturen gerade (-10°C) hat aber auch keiner große Lust auf Lüften – das ist spätestens jetzt auch endlich vorbei :-)

Sicherungskasten

Sicherungskasten hängt
Sicherungskasten hängt

Die Elektriker waren heute (Samstag) am Start; die zeigen schon Einsatz, die Jungs. Naja, wo die Maler nun drin sind, müssen die die Anlage schnell in Betrieb nehmen. Falls die Trockenbauer eine Leitung durchtrennt haben, sollte man da noch agieren, bevor alles gestrichen ist.

Die ersten Steckdosen, Antennendosen, Netzwerkdosen und Schalter sind schon drin. Außerdem hängt der Sicherungskasten – das große Modell. Man weiß ja nie, ob man nochmal eine Hutschiene mehr braucht, wenn DigitalStrom kommt beispielsweise.

Jetzt fehlt noch der 19″-Schrank mit dem Patchfeld für die Netzwerkkabel. Dumm, dass es 26 sind, wo doch 24 Eingänge eine gängige Größe für Patchfelder ist. Doch zu viele Kabel? So viele hätte er in ein Einfamilienhaus noch nie eingebaut, meint der Chef. Aber Kabel sind wichtig :-)

Die Elektriker sind da

Die Verkabelung hinterm Fernseher
Die Verkabelung hinterm Fernseher

Nachdem wir am Wochenende versucht haben, unsere Möbel einzuzeichnen, und dabei möglichst alles zu bedenken, um die Lage von Schaltern, Lampen und Steckdosen optimal festzulegen, kamen heute morgen drei Elektriker und legten los. Man bekommt dann ja schon ein flaues Gefühl im Magen – so das war’s, jetzt ist alles zu spät – mäßig. Aber bisher macht alles einen sehr guten Eindruck. Es macht auch echt Spaß zu sehen, wie es voran geht. Unser Haus wächst und gedeiht! :-)