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Wärmepumpe vereist

Eisblock

Wir hatten morgens schon wieder kein warmes Wasser – brrrr. Wenn man kalt duschen muss, bekommt man schlechte Laune und so schrieb ich eine E-Mail an Herrn Voß mit Thomas Dammann in CC, dass der Komfort unserer Heizungsanlage gegenüber der schnöden Gasheizung doch sehr zu wünschen übrig ließe. Dammann antwortete auch gleich mit „Frieren ist dooof“ und Voß wäre bei ihm und sie würden das ansprechen.

Mit Vossi habe ich nun raus gefunden, woran es liegt: ein Teil der Lamellen, durch die das Kühlmittel fließt, wird von einem dicken Eispanzer verdeckt. Dadurch ist der Volumenstrom, den der Ventilator durchzieht natürlich deutlich geringer und die Wärmepumpe packt es nicht, das Wasser im Pufferspeicher zu erwärmen. Die Vorlauftemperatur lag nur bei 33°C, so denn auch die Isttemperatur des Warmwassers.

Glücklicherweise ist heute nahezu Frühlingsanfang, denn wir haben eine Außentemperatur von +5°C – unglaublich heiß quasi. Es ist überall am Tropfen und so hoffentlich auch der Warmwasser-Blocker in meiner Wärmepumpe. Diese hat eine automatische Abtauvorrichtung, die so funktioniert, dass acht Minuten warmes Wasser durch die Lamellen fließt. Dadurch entsteht in der Regel kein Eis. Problematisch ist es nur, wenn bei stärkerem Schneefall und Wind der Schnee direkt in die Wärmepumpe hinein getrieben wird. Dann entsteht nach und nach so ein Eisblock. Die größeren Wärmepumpen von Buderus haben so eine Haube, so dass die Luft quasi durch einen Viertelkreis angezogen wird. Dadurch kann kein Schnee rein. Hab ich nicht. Miste. Einen Föhn hab ich allerdings :-)

Ich habe für Euch mal kurz die Wärmepumpe angestellt, um das Eis zu fotografieren, damit man sich eine Vorstellung machen kann. War allerdings nicht so einfach; ich hoffe, man kann was erkennen.

Bauherren-Tipp des Tages: Als Luft-Wärmepumpe am besten eine mit Haube kaufen, so dass Schnee nicht seitlich rein blasen kann.

Zweiter Stromzähler

Zwei Stromzähler

Heute endlich haben die Versorgungsbetriebe Kronshagen uns zwei Stromzähler eingebaut, die für die BAFA-Förderung erforderlich sind, und dafür den Baustromzähler mitgenommen. Wir beginnen nun also mit relativ jungfräulichen Zählerständen und können endlich die aktuellen Leistungszahlen unserer Wärmepumpe genau berechnen. Ich werde die Daten veröffentlichen, sobald ich einige Zeit gesammelt habe.

Gewinne und Verluste

Heizwärmebedarf nach Monaten

In dem Energiesparnachweis, den wir für unser Haus erhalten haben, lässt sich auch ablesen, wieviel Heizenergie für einen „Normmonat“ benötigt wird, wie mir Herr Dammann erklärte. Die nebenstehende Grafik zeigt die solaren Gewinne, die internen Gewinne durch Personen und elektrische Geräte, als auch die Wärmeverluste, etwa durch Transmission durch die Haushülle oder durch Lüften. Die Differenz ist der Heizwärmebedarf und in Form der blasroten Linie dargestellt. Weiter oben im Dokument findet man eine Tabelle, in der sich die exakten Zahlen ablesen lassen. Demnach liege ich mit den zuvor erwähnten 3.000 kWh, die unsere Wärmepumpe bereits seit November erzeugt hat, ganz gut. Denn der Heizwärmebedarf für November beträgt laut Tabelle 1.319 kWh und für Dezember 2.130 kWh, was in Summe schon mehr ist.