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Lichtplanung

Unser Arbeitszimmer unter TageslichtEs gibt da noch einige Differenzen bei der Meinung, wie wichtig eigentlich eine Lichtplanung ist. Klar, früher hatte man eine Deckenlampe in jedem Zimmer und den passenden Schalter dazu neben der Tür. Aber irgendwie kauft sich dann doch jeder die Stehlampe, die durch indirekte Beleuchtung Stimmungslicht schafft.

Wenn man sich mal genauer mit dem Thema beschäftigt (bspw. über www.licht.de), stellt man (zumindest ich) schnell fest, dass es doch Sinn machen würde, sich mal zu überlegen, wie die Grundbeleuchtung, aber vor allem, wie die Zonen- und Effektbeleuchtung aussieht. Allerdings ist das auch ein ganzes Stück Arbeit; insofern bleibt fraglich, ob nicht doch wieder vieles beim alten bleibt.

Trotzdem spiele ich derzeit ein bisschen mit dem freien Programm DIALux herum, wo man seinen Grundriss zeichnen kann, Objekte einfügen und dann über Plug-ins aller Lichthersteller die richtigen Lampen aussucht, plaziert und sich das Licht berechnen lässt – faszinierend. Sogar das Tageslicht und Verschattung von Nachbargebäuden lässt sich einplanen.

Herr Wiese

Dienstag morgen und wir betrachten nochmal die wunderschönen Titanpfähle, die wie übergroße Zahnstocher aus dem Boden ragen. Herr Wiese von der Firma Glindemann steht mit uns vor dem Grundstück und diskutiert die Aufschüttung. So über den Daumen muss ein halber Meter aufgeschüttet werden. Betrachtet man die Dichte von Füllkies und einen Verdichtungsfaktor von 1,4 lande ich mit meiner Hochrechnung bei 631m² · 0,5m · 1,7 t/m³ · 1,4 = etwa 750 t Füllsand. Das müssten bald 20 Vierzigtonner sein.

Ich bin gespannt, ob es so krass wird; Herr Wiese wird das mal berechnen. Bis nächste Woche schickt er das Angebot; mit einer Woche Vorlaufzeit kann es dann in der Woche vom 29.06. mit dem Aufschütten losgehen.

Die Pfähle sind im Boden

Das Ergebnis der Pfahlgründung
Das Ergebnis der Pfahlgründung

Heute Morgen um halb acht rückte Herr Waltner mit zwei Männern an. Ein Lastwagen lieferte zwei Paletten mit Beton-Säcken, es wurden dutzende von 3 Meter langen Metallrohren abgeladen, ausserdem kamen ein kleiner Bagger mit Bohraufsatz und eine kleine Zementmaschine zum Einsatz. Alles ziemlich überschaubar.

Die Männer machten sich gleich an die Arbeit und so verschwanden meterweise Pfähle in unserem Boden. Ein kleiner Zementsee blieb zurück, von dem mir die Männer versicherten, dass er nicht sehr hart werden würde. Hmmm… hoffentlich stimmt das. Um 16.00 Uhr waren alle Pfähle drin. Zum Glück war man weder auf große Findlinge noch auf Fliegerbomben gestoßen, und so lief  die Bohrung ohne Komplikationen ab.

Die einzige Unterbrechung gab es, als Luca einen roten Hebel an der Kompressormaschine zog, worauf diese mit einem ohrenbetäubenden Krawall Luft zischte. Einer der Männer kam grinsend angesprintet und schaltete das Geräusch ab. Luca war inzwischen panisch an mir hoch auf meinen Arm geklettert und verdrückte dort vor Schreck ein paar Tränchen. Armer Kerl. Aber wer glaubt, dass dieser Schreck ihm eine Lehre war, der irrt. Keine zehn Minuten später tigerte er schon wieder zwischen Rohren und Maschinen auf der Baustelle umher, auf der Suche nach neuen Abenteuern… :-)