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Rohbau erster Tag

Zeitraffer erster Tag
Zeitraffervideo erster Tag

Heute soll es nun also kommen, unser Haus. Ich habe mir extra Urlaub genommen und gestern Abend schon das Setup für die Zeitrafferaufnahme bei unseren zukünftigen Nachbarn und Eltern eines guten Freundes schräg gegenüber in Stellung gebracht.

Als ich um 7:00 Uhr morgends da aufschlage, um die Intervallaufnahmen zu aktivieren, staune ich nicht schlecht, denn das halbe Erdgeschoss steht schon. Die Dammänner sind nachts um 4:00 in Wohnste (zwischen Hamburg und Bremen) gestartet und haben bereits gegen 6:30 ihren Tieflader mit Kranaufbau in Stellung gebracht.

Manfred Dammann mit seiner Kran-Fernsteuerung vorm Bauch erinnert auf den ersten Blick an einen Modellbauer, der sein Flugzeug steuert. Allerdings fliegen da eher die Wände nach und nach Richtung Haus, und ich bin froh, dass heute kein Sturm vorhergesagt wurde.

Es ist total faszinierend, wie schnell hier ein Haus entsteht und man muss sagen, die Jungs machen das nicht zum ersten Mal. Geschickt werden die herangehievten Wände in Position gebracht und fachmännisch miteinander verbunden – wie auch immer. Diverse Wände werden mit enromen Schrauben mit dem Beton der Bodenplatte verankert; wegfliegen sollte es also nicht mehr.

Wonny versorgt die Mannschaft gegen 10:00 mit Brötchen, Kaffee und kalten Getränken. Man sitzt bereits in unserem Wohnzimmer. Prima, nun endlich zu sehen, wie sich die monatelangen Grundrisszeichnungen in der Umsetzung ausgestalten. „Aha, hier komme ich rein, Garderobe, WC, aah, dort mein Arbeitszimmer und hier der Hauswirtschaftsraum…“

Gegen Ende des Tages können wir bereits das Obergeschoss begehen. Die Treppe haben wir vielleicht doch etwas zu rustikal gewählt – achso, das ist die Bautreppe ;-) Das Bad ist ein Traum, mit Blick über die Gärten im Osten. Ich werde mich demnächst nur noch in der Badewanne aufhalten.

Die Kids haben ihre Zimmer schon gefunden. Finni beschwert sich allerdings: „Kein Dach mehr“, was soviel heißen soll, wie „ohne Dach ziehe ich hier nicht ein“. Wir vertrösten ihn auf morgen.

Klickt auf das Bild, um meine Zeitrafferaufnahme zu sehen!

Lichtplanung

Unser Arbeitszimmer unter TageslichtEs gibt da noch einige Differenzen bei der Meinung, wie wichtig eigentlich eine Lichtplanung ist. Klar, früher hatte man eine Deckenlampe in jedem Zimmer und den passenden Schalter dazu neben der Tür. Aber irgendwie kauft sich dann doch jeder die Stehlampe, die durch indirekte Beleuchtung Stimmungslicht schafft.

Wenn man sich mal genauer mit dem Thema beschäftigt (bspw. über www.licht.de), stellt man (zumindest ich) schnell fest, dass es doch Sinn machen würde, sich mal zu überlegen, wie die Grundbeleuchtung, aber vor allem, wie die Zonen- und Effektbeleuchtung aussieht. Allerdings ist das auch ein ganzes Stück Arbeit; insofern bleibt fraglich, ob nicht doch wieder vieles beim alten bleibt.

Trotzdem spiele ich derzeit ein bisschen mit dem freien Programm DIALux herum, wo man seinen Grundriss zeichnen kann, Objekte einfügen und dann über Plug-ins aller Lichthersteller die richtigen Lampen aussucht, plaziert und sich das Licht berechnen lässt – faszinierend. Sogar das Tageslicht und Verschattung von Nachbargebäuden lässt sich einplanen.

Die Bodenplatte ist fertig!

Tätää - die Bodenplatte
Tätää - die Bodenplatte

Heute morgen versperrten zwei große Betonmischer die Straße zu unserem Haus. Komischer Weise standen die Arbeiter rum und es sah nicht so wirklich nach Arbeit aus. Ich fand raus, dass der Betonlieferant den Auftrag nicht richtig gelesen hatte, denn es fehlte anscheinend irgendein Zusatz im Beton (Vlies, oder so ähnlich?!).

Aber die Dammänner lassen sich ja nicht irgendwelches Zeugs andrehen. Zum Glück gibt es ja Handys, und so stand eine halbe Stunde später der dritte Betonmischer bereit, der scheinbar auch das Richtige geladen hatte. Das Schütten des Betons ging relativ schnell. Tschüss Fußbodenheizung, nett Dich kennengelernt zu haben!

Dann wurde gewartet. Gegen Nachmittag war das Ganze schon so fest, dass die Platte geschliffen werden konnte. Heute war schon gegen 17.00 Uhr Feierabend auf der Baustelle. Unsere Bodenplatte ist komplett unter Plastik verpackt worden, und selbst die Hausteile, die schon auf dem Grundstück lagern, haben eine Regenjacke in Form einer Plastiktüte bekommen. Tja, das Wetter ist zur Zeit echt bescheiden, aber immerhin ist für Montag und Dienstag, wenn das Haus aufgebaut wird, Sonne angesagt worden. Hoffentlich stimmt das auch…!!