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Wasser

Gut, dass wir hier an der Küste an Wasser gewohnt sind. Im Haus haben aber auch wir Nordlichter das Wasser gerne nur innerhalb der sanitären Anlagen.

Vor einige Tagen tropfte es dann nachts auf das Fußende meiner Matraze. Es ist wieder die Stelle am Lüftungsschacht wie vor einigen Monaten. Dammann-Haus hat prompt reagiert und die alt bekannten Kollegen haben den Schaden geflickt – hoffentlich nun etwas dauerhafter.

Leider tropfte es dann letztes Wochenende wieder ins Kinderzimmer; das müsste dann wieder von der Dachterrasse kommen. Ich bin zuversichtlich, dass die Dammänner das in den Griff bekommen. Die sind bestimmt nicht weniger genervt.

Ich lobe mir nach wie vor, nicht mit Stein gebaut zu haben. Da würde man so etwas erst nach Jahren merken. So tropft einfach alles durch und man ist schnell gewarnt.

Wärmepumpe entmystifiziert

Skizze Heizungsanlage
Skizze Heizungsanlage

Herr Voß war heute nochmal zweieinhalb Stunden da, eigentlich ja, um dem defekten Wärmezähler auf den Zahn zu fühlen, aber ich habe nun die Anlage einigermaßen begriffen – das hilft hoffentlich für den nächsten Winter, sofern ich dieses Wissen bis dahin konservieren kann. Daher habe ich mir eine Skizze gemacht, die nun in den Grundzügen beschreibt, welche Rohre in meinen Pufferspeicher rein- und welche hinausgehen und vor allem, welche Werte die Sensoren anzeigen.

Links unten angefangen kommt der Vorlauf von der Wärmepumpe. Der Wärmepumpen-Manager entscheidet, ob er Warmwasser (oberer Pufferspeicher-Bereich) oder Heizungswasser (unterer Pufferspeicher-Bereich) erwärmen will. Dementsprechend schaltet er eine der beiden Pumpen alternativ ein. Zeitgleich stellt sich auch das Umschaltventil (ebenfalls links vom Pufferspeicher dargestellt) entsprechend ein und macht je nachdem den Weg für den Rücklauf vom oberen oder unteren Teil des Pufferspeichers frei als Rücklauf zurück zur Wärmepumpe.

An den entsprechenden Strecken hängen Sensoren. Da ich zwei Manager da hängen habe, habe ich diese beiden Sensoren sogar doppelt, die aber leicht unterschiedliche Werte anzeigen. Wahrscheinlich hängt der Fühler des eigentlichen WP-Manager direkt im Pufferspeicher; die Sensoren S15 und S16 bedienen den UVR1611, ein Universal-Regler. Diese beiden Sensoren sind als Rohranlegefühler ausgeführt und sind somit einfach auf die Rohre aufgeklebt. Aus der Temperaturdifferenz dieser beiden Werte, multipliziert mit dem Volumenstrom der Pumpe von eingestellten 1.200 Liter pro Stunde ergibt sich die Wärmemenge, die der Wärmemengenzähler errechnet. Dies kann man als Funktion in dem UVR1611 hinterlegen. Entweder sind nun also die Fühler falsch, falsche Kennlinien im UVR hinterlegt oder die Pumpe pumpt viel mehr durch als 1.200 l/h. Vossi klärt das.

Rechts vom Pufferspeicher sieht man im oberen Bereich dann das Warmwasser, das vom unteren Drittel des Pufferspeichers zu einem Mischer führt, der mit dem Rücklaufwasser aus der Fußbodenheizung die Vorlauftemperatur dieser mischt. Im WP-Manager ist dieses bei mir einfach als 2. Heizkreis konfiguriert. Entscheidend dabei ist, dass ich Rücklaufsolltemperatur der Wärmepumpe bestimme, aber die Vorlaufsolltemperatur der Fußbodenheizung, also die Temperatur, die der Mischer mischen soll. Damit die WP nicht ständig anspringt, macht es Sinn, den RL der WP ein paar Grad über dem VL der Heizschlaufen einzustellen.

Die Position der eingezeichneten Rohre sind ungefähr der realen Position nachempfunden. Man sieht dann, dass recht weit unten die Solar-Geschichte reinspielt. Wenn in den Solarkollektoren (S1) eine etwa 5° höhere Temperatur ist als ganz unten im Pufferspeicher (S3), wird die Solarpumpe aktiv. Auch hierfür habe ich im UVR eine Funktion, die mir die erwirtschaftete Wärmemenge der Solarkollektoren angibt. Ob die wohl stimmt?

Fast ganz unten strömt dann das Kaltwasser ein, das nun (anders als im Bild) durch weite 6cm dicke Rohre ringförmig fast an der Wand des Pufferspeichers nach oben führen. Das durchfließende Trinkwasser wärmt sich dabei auf wie in einem Durchlauferhitzer (keine Legionellen-Gefahr). Falls das Wasser nicht warm genug wird, springt die Spitzenlastpumpe (SLP) an, die am oberen Ende des Pufferspeichers sitzt und im Gegenstromprinzip das warme Wasser durch ein Rohr schiebt, welches das Trinkwasserrohr noch ummantelt. Ob überhaupt Wasser fließt meldet der Strömungsschalter S8, der im Kaltwasserlauf sitzt.

Wärmemengenzähler zählt wohl falsch

Nach Rücksprache mit Herrn Dammann und Herrn Voß stellt sich raus, dass die abgelesene Wärmemenge von etwa 6.000kWh ganz und gar nicht stimmen kann. Rechnerisch benötige das Haus 9.300kWh fürs Heizen und 2.900kWh für Warmwasser, so Dammann. Bei dem harten Winter halte er aber 15.000kWh Wärmebedarf nicht für unrealistisch.

Herr Voß kommt nächste Woche, damit wir alles nochmal durchgehen. Da die Wärmepumpe auch wieder vereist war diesen Winter, schätze ich, dass sie in dieser Zeit auch mehr gezogen hat als nötig. Wie lange der Eispanzer schon auf den Kühllamellen war, bevor ich ihn zerstört hatte, weiß ich nicht.

Interessant wäre mal, Vergleichswerte von anderen Häuser zu bekommen. Was zieht die Wärmepumpe in einem Jahr an Strom, was zeigt der Wärmemengenzähler?