Decisions, decisions…

Ich war heute nicht beim Bauamt.

Gestern Abend fiel uns auf, dass wir unsere Auffahrt im Norden des Grundstücks in vier 1/2 Metern Breite geplant haben. Das ist irgendwie zu viel. Keine Ahnung, was wir da mal so übern Daumen gepeilt festgelegt haben, aber wenn die Bauanzeige erstmal abgegeben ist, sind die Maße unseres Hauses quasi in Stein gemeißelt. Hm. Ich rief also erstmal bei Dammann an. Auf meine Frage, ob wir gevierteilt würden, wenn die die komplette Bauanzeige nochmal schreiben und alles neu berechnen müssten, wurde ich beruhigt. Das wäre erst die letzte Stufe, zunächst käme noch Teeren und Federn dran… ;-) Natürlich würden Sie es nochmal machen. Wir sollten mal ruhig über Ostern drauf rumdenken. Die Bauanzeige würde über die Ostertage eh auf dem Schreibtisch liegen bleiben.

So werden Thommy und ich heute Abend mit Maßband bewaffnet über unser Grundstück pilgern – sofern wir nicht im Schlamm versinken – und einfach mal die Hausmaße abstecken. Mal gucken, wie das so vor Ort wirkt. Wäre mir wirklich peinlich, wenn die jetzt alles nochmal zeichnen,  und wir dann nächste Woche feststellen, das eigentlich doch alles ganz toll war mit der breiten Auffahrt… Decisions, decisions…!

Die Bauanzeige ist da!

Nachdem wir schon seit Tagen mit den Hufen scharren, war heute nun endlich die lang erwartete Bauanzeige für uns zum Unterschreiben im Briefkasten. Gleich morgen werde ich diesen Stapel Papier zum Bauamt schleppen, und dann heißt es wohl wieder mal abwarten. 

Zur Zeit hoffen wir übrigens wirklich sehr auf Sonne, damit unser Grundstück, welches in Gemeinschaftsarbeit der Firmen Böttcher und Stoltenberg beim Bau des Nachbarhauses so übel zugerichtet wurde, dass man den Eindruck hat, hier sei ein Atomkrieg ausgetragen worden, wenigstens etwas durchtrocknet. Es wäre jedenfalls echt blöd, wenn unser Geologe bis zum Hals im Schlamm auf unserem Grundstück versinkt. Finn mussten wir auch schon aus einem dieser Löcher retten. Mal sehen, welcher Bauarbeiter seine Gummistiefel findet – die sind nämlich noch dort… ;-)

Pfahlgründung

Ich habe heute – mehr oder weniger freiwillig – eine Menge über Pfahlgründungen, Spezialtiefbau, Beton und Böden gelernt. Ursprünglich hatte ich nur eine Firma mit einem Bodengutachten beauftragen wollen, aber als mir dann ein sehr netter Herr dieser Firma ganz beiläufig von einer Tiefbaufirma erzählte, bei der man mit Betrügern und Halsabschneidern zu tun hätte (auch einige unserer Nachbarn haben nicht gerade gute Erfahrungen mit eben dieser Firma gemacht…) und ich fragte, ob es nicht Pfahlgründer gebe, von denen man Gutes gehört hätte, bekam ich eine Liste mit Spezialtiefbauunternehmen zugemailt, die ich nun von oben nach unten telefonisch abklapperte von wegen: Machen Sie Pfähle für Einfamilienhäuser?Auch in und um Kiel? Was brauchen Sie für Unterlagen, um uns ein Angebot machen zu können?… Nur mit diesen Fragen wäre ich noch relativ schnell durch gewesen, leider hatten sich nur genau diese Firmen zur Aufgabe gesetzt, nicht nur meine Fragen zu beantworten, sondern mich auch noch mit der Welt des Spezialtiefbaus vertraut zu machen. Oh Hilfe! Und das mir. Wann man welchen Beton wo kauft und wofür er zu gebrauchen ist, ist mir nach wie vor relativ wumpe, egal: ich weiß jetzt alles, was man für eine solide Tiefengründung wissen muss.

Zunächst müssen wir jedoch das geologische Bodengutachten abwarten. Mit ein bißchen Glück rückt dafür schon nächste Woche jemand an. Spätestens jedoch übernächste Woche wird gebuddelt. Thommy und ich hoffen, das man nicht ausgerechnet bei uns ein paar alte Moorleichen zu Tage bringt. Auch die Bläschen, die man in den Pfützen auf unserem Grundstück sehen kann sind hoffentlich keine Gift-, Schwefel-, oder Faulgase… wir werden sehen.