Alle Beiträge von Thommy

Notartermin

Heute ist es also soweit, wir haben Notartermin für den Grundstückskauf im Hühnerland. 16:30 treten wir also bei Herrn Neumann in Kronshagen an und werden von der Reno-Gehilfin (so heißt das ja wohl) auf dem Flur platziert. Wenig später trifft auch Herr Hilscher vom Bauamt ein, bevollmächtigt von der Gemeinde Kronshagen als Verkäuferin, wie es im Kaufvertrag heißt.

Den habe ich mir vorher mit meinem Vater nochmal genau durchgelesen und letzte Zweifel bereinigt. Der Notar ist ein Scherzbold und Herr Hilscher hört die Gags wahrscheinlich schon zum 385. Mal, aber Herr Neumann will uns eben das trockene Rechtsdeutsch gut verständlich machen und nachdem mir auch versichert wird, dass das Grundstück auf Bombenfreiheit untersucht wurde, hebe ich auch nicht an, auf Konterminationsfreiheit zu drängen.

Etwa 90 Minuten später stehen Wonny und ich wieder auf der Straße und beglückwünschen uns gegenseitig als Großgrundbesitzer. Naja, groß vielleicht nicht, aber von den 510 Millionen Quadratkilometern der Erdoberfläche gehören uns nun immerhin 0,0000000001%. Da noch etwas unklar ist, wann wir nun auch ein Haus drauf setzen, nehmen wir derzeit noch Vorschläge entgegen, was wir mit den 631 Quadratmetern anstellen. Wir dachten so an Kartoffeln anpflanzen oder Zeltplatz eröffnen.

Pfahlgründung

Der Bohrer

Der Bohrer

Hatten wir schon erwähnt, dass das Grundstück quasi eine schwimmende Grassohle ist? Ja ja, wir bauen in Klein Venedig. Das Gebiet war fürher mal Moor und ein freundlicher Geologe hat in seinem Schreiben empfohlen, auf Pfählen zu bauen. Das ist dann auch wirklich sicher. Kennt jemand die Abschlussszene aus dem letzten Bond-Film Casino Royal?

 

Auf jeden Fall wird das Ganze von der Gemeinde bezuschusst, von daher kann man auch nichts dagegen haben. Wonny will sowieso keinen Keller mehr, nachdem ihr dort in letzter Zeit immer so dicke Käfer begegnen.

Unsere nördlichen Nachbarn fangen nun an mit dem Bau. Und nun schaut Euch mal diesen Bohrer an; das ist mal ein Bohrer, oder? Ein großer Teil steckt noch in der Erde. Wenn das nicht hoffen lässt auf eine solide Zukunft. Und wenn im Zuge globaler Erwärmung die meisten Häuser der Erosion der Ostsee ausgesetzt sind, können wir mit unserem Boot am hauseigenen Steg anlegen und per Strickleiter unser Haus erreichen…

Dammann-Haus

logo_dammannhausWir saßen gerade sieben(!) Stunden mit Thomas Dammann zusammen, Architekt und Geschäftsführer von Dammann-Haus. Es war sehr nett und aufschlussreich. Dammann-Haus scheint recht brauchbar, inbesondere weil Herr Dammann als Architekt eine Zimmerei im Hintergrund hat und man daher ein Architektenhaus zum Festpreis bekommt.

Allerdings scheint unser Traum von Dachterasse auf dem Obergeschoss recht schwierig oder vielmehr teuer, da er quasi pro Quadratmeter berechnet. Da wir noch ein zweites Obergeschoss hätten, kommen wir auf zuviel Wohnfläche, wenn wir nicht das Raumkonzept im EG und OG zerstören. Wonny ist dann auf die Idee gekommen, ein Satteldach zu nehmen und eine kleinere Dachterasse auf einen Vorsprung zu setzen, wo sonst ein Giebel wäre. Mh, ich finde Satteldächer immer noch altmodisch, aber wenn’s nicht anders geht…