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Ein Stück Finnland im eigenen Garten

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Flickr.com BY © Romain Cloff

Immer mehr Leute entdecken das Saunabaden für sich, um gesünder zu leben. Aus dem Finnischen übersetzt bedeutet „Sauna“ soviel wie „Schwitzbad“.

Allerdings kommt die Sauna gar nicht aus Finnland. In Asien wurden Schwitzbäder bereits in der Steinzeit angewendet. Die Finnen haben vor ca. 2000 Jahren das Saunieren erst von da mitgebracht.

In Deutschland fand die Sauna erst in den 30er Jahren erste Anhänger. Doch der richtige Durchbruch kam hier erst nach dem 2. Weltkrieg, als deutsche Soldaten die Sauna in Finnland kennen lernten. Bis heute ist hierzulande die Sauna eine fast ausschließlich öffentliche Angelegenheit. Zwischen 1980 und 1990 hat sich die Zahl der Saunagänger um fast 120 Prozent vergrößert.

Wer sich ein kleines Stückchen Urlaub und Wellness wünscht, aber nicht gleich weiter wegfahren möchte oder kann, für den gibt es etwas ganz Besonderes: Saunahäuser für den Garten.

Aber auch hier gilt es einiges zu beachten.

Wie sollte das Häuschen gebaut sein?

Wer für sich die Entscheidung getroffen hat, ein Saunahaus zu bauen, der möchte natürlich auch lange etwas davon haben. Ein wichtiger Punkt ist hierbei die Auswahl des Holzes. Empfehlenswert ist es, ein Saunablockhaus aus finnischer Polarfichte zu bauen. Diese harzarme Holzart ist langsam gewachsen, wodurch schon von Natur aus verhindert wird, dass sich Risse im Holz bilden. Zudem wird durch diese Fichtenart ein sehr natürliches und ideales Saunaklima erreicht, welches sehr wichtig ist. Im oberen Bereich der Sauna sollten es ungefähr 100°C sein und bis zum Boden hin soll die Temperatur bis auf 40°C gefallen sein.

Wenn die Sauna im Stil eines Saunablockhauses gebaut wird, bewirkt dies, dass die natürlichen Bewegungen des Holzes ausgeglichen werden und dadurch keine Spannungsrisse im Holz entstehen.

Eine große Rolle in einem Saunahaus spielt auch die Dämmung der Wände, damit die Wärme auch dort bleibt, wo sie hingehört. Hierzu ist es ratsam, sich für diffusionsoffene Blockbohlenwände zu entscheiden. Bei diesem Verfahren werden Holzbohlen verwendet, die beim Bau ineinander gesteckt werden. Bei Massivholzsaunen werden die Bäume als ganze Stämme verwendet. Die Blockbohlenwände haben den Vorteil, dass zwischen der Wand ein Hohlraum entsteht, in dem man ohne Probleme benötigte Kabel verlegen kann. Abschließend wird dann die Dämmung in diesen Hohlraum eingefügt. Diese Bauweise gewährleistet, dass die natürliche Atmung des Holzes nicht unterbunden wird.

Die richtige Anwendung bringt die gewünschte Wirkung

Wer sich dafür entscheidet, mit dem Saunieren anzufangen, möchte in erster Linie etwas für sein persönliches Wohlbefinden tun. Deshalb ist es das A und O, sich für den Saunagang Zeit zu nehmen, um richtig zu entspannen.

Bevor man die Sauna betritt, ist es empfehlenswert, erst einmal unter die Dusche zu gehen und sich gründlich abzuseifen.

Sich zu lange in der Sauna aufzuhalten, bringt nicht viel. Es reicht vollkommen aus, 8-15 min auf der obersten Stufe bei knapp 100°C intensiv zu schwitzen. Hierbei ist aber zu beachten, dass man sich für die letzten 5 min aufrecht hinsetzt, damit sich der Kreislauf wieder etwas an die aufrechte Position gewöhnen kann.

Nach dem Saunabaden sollte man nicht sofort ins kalte Wasser springen, es ist besser wenn sich der Körper erst durch die kühle Außentemperatur an den Unterschied gewöhnt. Danach sollte man sich eine Ruhepause von ca. 20 min gönnen. Damit man den idealen Entschlackungseffekt erzielt, sollte während des Saunabadens nichts getrunken werden.

Wenn man sich an diese kleinen Hinweise hält, kann man für seinen Körper die gewünschte physische und psychische Erholung erzielen.