Ich habe jetzt ein Jahr lang Wärmemengenzähler und die beiden Stromzähler (Wärmepumpe und Reststrom) abgelesen und komme heute zu erschreckenden Ergebnissen. Von Mitte Februar 2010 bis Mitte Februar 2011 ergeben sich folgende Werte:
Jahreswärmemenge geteilt durch hineinggesteckte elektrische Energie ergibt die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe, oder sehe ich das falsch? Bei Insanspruchnahme der BAFA-Förderung braucht man eine JAZ von mindestens 3,5. Wir müssen einen extra Stromzähler vorhalten, weil sich das BAFA das Recht vorbehält die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe zu kontrollieren. Ich sehe schwarz.
Bei einem Faktor von 1,1 hätten wir uns die Wärmepumpe auch fast sparen können und einfach direkt mit Strom heizen sollen.
Die Odyssee aus dem letzten Winter setzt sich fort. Wir mussten in einer Woche 560(!)kWh Stromverbrauch für die Wärmepumpe verzeichnen. Im Gespräch mit Herrn Voß wurde mir mal wieder etwas mehr klar. Leider ist die Einstellung des Systems in keinster Weise dokumentiert.
Anscheinend ist der Sensor des Mischers kaputt. Die Konfiguration ist so, dass es einen Wärmepumpenmanager gibt, der die Wärmepumpe über den Rücklauf regelt, also über die Temperatur des Wassers, das vom Pufferspeicher zurück zur Wärmepumpe läuft. Somit bestimmt sich also die Temperatur des Pufferspeichers. Hinter dem Pufferspeicher übernimmt ein anderes universelles Regelgerät, das sich über verschiedene Ausgänge und Eingänge konfigurieren lässt. Dieses steuert den Mischer, der die Temperatur der Heizschlaufen steuert, hier wird das Rücklaufwasser der Heizschlaufen mit dem wärmeren Pufferspeicherwasser gemischt, so dass es die eingestellte Vorlaufsolltemperatur erreicht.
Entscheidend für den Geldbeutel ist bei der Konstellation nun, dass man den Pufferspeicher nicht unnötig aufheizt und der Mischer sowieso eine viel kühlere Temperatur mischt. Wofür der überhaupt mischt, ist mir auch noch nicht ganz klar, aber man spart natürlich, wenn man nicht immer die komplette Wärme des Pufferspeicherwassers verheizt.
Den Mischer habe ich jetzt auf manuell gestellt. Das ging gut. Als es allerdings vor ein paar Tagen mal wieder deutliche Plusgrade draußen waren, hatten wir drinnen Sauna. Alles irgendwie seltsam.
Ich fragte Voß, warum man denn nicht einfach im Zimmer die Solltemperatur einstellen kann und alles andere regelt sich. Fragt er sich auch seit Jahren, gäbe es aber so noch nicht. Hätte ich in Regelungstechnik besser aufgepasst, wäre das definitiv eine Marktlücke.
Geld ist ein nicht ganz unwichtiges Thema beim Hausbau – und nicht nur da. Entscheind ist dabei natürlich zunächst: Wo kommen die großen Summen her, also wer liefert die güstigsten Kredite. In der Regel hat man ein Hypothekendarlehen und evtl. noch das Darlehen der KfW-Bank für energieffizientes Bauen. Dann hat man evtl. auch noch ein paar eigene Gelder auf der Tasche.
Irgendwann geht es dann aber los, dass Rechnungen bezahlt werden müssen. Mit der Baufirma sind in der Regel Abschlagszahlungen nach Fertigstellunggrad vereinbart. Das sind dann Anteile der Gesamtsumme, die zu bestimmten Zeitpunkten fällig werden. Sofern das Hypothekendarlehen noch etwas hergibt, kann man das Kreditinstitut mittels einer sog. Auszahlungsanweisung anweisen, den Betrag direkt dem Bauträger zu überweisen – man sieht die Mega-Beträge also nie auf dem eigenen Konto.
Anders ist das hingegen bei den 50.000€ der KfW-Bank. Die überweist nämlich die Hälfte des Darlehens bei Baubeginn, die anderen 25.000€ nach Fertigstellung des Rohbaus. Damit hat man dann – neben dem sauer Angesparten – eine Menge Geld auf dem Konto, sinnvollerweise aber vielleicht auf einem Tagesgeldkonto oder einem Kreditkartenkonto, das einige Prozent Zinsen bringt.
An dieser Stelle ein bisschen Werbung für die Deutsche Kreditbank (DKB), bei der wir nun schon seit über sechs Jahren unser Girokonto haben. Warum wir so begeistert sind:
Wir hatten früher immer unser Konto bei der lokalen Sparkasse, weil die einfach am meisten Geldautomaten bot. Bei der DKB ist Bargeldabhebung von jedem(!) Geldautomaten weltweit kostenlos. Ich habe auf Geschäftsreisen schon von Japan aus Geld abgehoben, ohne jegliche Gebühr. Egal, welche Bank gerade in der Nähe ist, man zahlt für die Bargeldabhebung keinen Cent. Das schlägt jede Sparkasse und jeden anderen irgendwie gearteten Verband von Banken.
Wir haben jeder eine kostenlose Kreditkarte (VISA), die mit dem Girokonto gekoppelt ist. Einmal im Monat werden die VISA-Abbuchungen mit dem Girokonto ausgeglichen. Mit der VISA-Karte tätigt man auch die kostenlosen Bargeldabhebungen.
Man bekommt Zinsen für das Guthaben auf dem Kreditkartenkonto. Lange Zeit bekam man noch fast drei Prozenz; derzeit sind es immerhin noch 1,65%. Insbesondere lässt sich eine Automatik einstellen, dass bspw. am Monatsende das Haben des Girokontos bis auf einen bestimmten Restbetrag auf das Kreditkartenkonto transferiert wird. Sparen leicht gemacht.
Die DKB ist eine Online-Bank. Ich habe noch nie verstanden, warum ich in ein Bankgebäude gehen muss, um bestimmte Sachen zu klären. Die telefonische Hotline der DKB ist sehr freundlich und kompetent. Wir haben bisher noch nichts gehabt, was nicht schnell und problemlos geklärt werden konnte.
Das Webinterface für das Online-Banking ist übersichtlich und verständlich.
Vor dem Baubeginn hat uns die DKB ohne Rückfragen einen Dispositionskredit von 10.000€ eingerichtet. Insofern konnten wir eilige Rechnungen schon bezahlen, bevor Gelder von einem Tagesgeldkonto aufs Girokonto tranferiert waren.
Größere Geldmengen haben wir nie auf dem Girokonto selbst, sondern auf dem verknüpften Kreditkartenkonto, so dass sich dies zinstechnisch auswirkt. Das Geld kann innerhalb eines Tages vom Kreditkartenkonto wieder auf das Girokonto überwiesen werden, alles online.
Für die notwendige Flexibilität während der Bauphase haben wir also mit der DKB beste Erfahrungen gemacht.