Immer noch feucht

Luftentfeuchter - große Version

Luftentfeuchter - große Version

Nahezu nix hat die Heizaktion bisher gebracht. Parkettleger Knutzen hat heute nochmal ein Stück aus der Botenplatte gepickert: 3,6 CM-%.

Vom Industriebverband Klebstoffe e.V. gibt es unter klebstoffe.com das Merkblatt TKB-8 “Beurteilen und Vorbereiten von Untergründen für Bodenbelag- und Parkettarbeiten”. Fundstück der Woche von Herrn Garbers. Dort steht “Beton trocknet infolge der größeren Dicke und des dichteren Gefüges deutlich langsamer als Zementestrich.” – na toll. Weiter vorne steht: “Extrem lange Trockenzeiten (Jahre) bei unbeheizten Betonböden” – wie “Jahre”?

Allerdings steht dort auch: “Für einige Untergrundarten liegen jedoch Hinweise für übliche Feuchtebereiche vor. Beton: 3,0 bis 3,5 CM-% für Stahlbeton (Kommentar zur DIN 18367)”. Das wäre ein Hoffnungsschimmer, wenn Knutzen sich darauf einlässt.

Irgendwie kennen alle immer nur Zementestrich und keiner kann was mit Dammanns Bodenplatte aus Beton anfangen. Dabei ist die bestimmt gut und doch eigentlich viel weniger feucht als so’n Estrich.

Die Fliese

Gems beige aus den V.A.E.

Gems beige aus den V.A.E.

Wenn auch schon kein Parkett kommt diese Woche, so ist Dirk Sudholt Fliesen und Bautechnik am Start, in Fachkreisen auch “Die Fliese” genannt. Und ich wurde nebenbei eingeweiht in die Fachwelt des Fliesen-Gewerkes. KH, HA, Abdichtband, Schlüter-Schiene, ich kenn mich jetzt voll aus.

Restfeuchte

Heute war der Parkettleger da und hat nach der Calzium Karbid Methode (CM-Messung) eine Feuchtemessung gemacht. 4 CM-% seien da festgestellt worden. Für Parkettverlegung muss man eigentlich auf 1,8 kommen, für Fliesen auf 2,0. Großer Mist! Eigentlich sollten nächste Woche alle Bodenbeläge kommen.

Ich frage mich sowieso, warum nicht das Belegreifheizen standardmäßig durchgeführt werden sollte. Wenn ich die Protokolle im Internet durchkämme, wird in der Regel vier Tage schrittweise die Temperatur erhöht, dann zehn Tage mit Maximaltemperatur geheizt und dann wieder vier Tage schrittweise gesenkt. Voß meinte, wir sollte einfach drei Tage mit 25°C und dann vier Tage mit 40°C heizen; das hätte bisher immer gereicht. Mh, nun anscheinend nicht. Irgendwie scheint mir auch, das wäre gar nicht angelaufen, wenn ich nicht nachgefragt hätte nach FBH-Anheizen. Wieviel Restfeuchte hätten wir wohl dann gehabt? Fairerweise muss man aber auch sagen, dass unsere Bodenplatte einiges dicker ist als normal, bedingt durch die Pfahlgründung.

Ich heiz jetzt auf jeden Fall nochmal ein; mal sehen, ob wir noch irgendwas retten können; der Umzugstermin steht für den 31.10.  Ich bin auf die Stromrechnung gespannt. Das Heizmobil zieht bis 13 kW.