Kabel unter Wasser

Wir hatten letzte Woche kein Internet, naja, kaum Internet, sagen wir mal. Aber so kaum, dass es sogar Gesprächsabbrüche beim Telefonieren gab. Speedtest meldete mir etwa 2.000 kbps statt den gewohnten 32.000 kbps.

Bis man bei der Kabel Deutschland Hotline mal soweit kommt, dass man ein menschliches Wesen an der Strippe hat, kann auch geduldigen Gemütern mal irgendein Faden reißen.

Die freundliche Dame stellt dann aber per Ferndiagnose fest, dass die Werte an meinem Kabelmodem nicht optimal sind und meldet es Cableway. Der kompetente Techniker von Cableway erscheint am Montag und diagnostiziert, dass das Problem nicht am Modem liegt, sondern in der Leitung. Waaas?

Ich sah mich schon die Terrassendielen abdecken und den Garten aufreißen, aber nein, das Problem läge etwa 50 Meter entfernt, also am Hauptstrang auf der Straße. Er würde den Tiefbauern Bescheid sagen. Ouha, denke ich, wie lange wird das dauern? Etwa zwei Tage, war die Antwort.

Und tatsächlich am Mittwoch reißen zwei Tiefbauer die Pflastersteine auf und flicken an der Hauptleitung. Erstaunlicherweise hatte ich schon zwei Tage wieder Internet, etwa seitdem der Himmel sich blau zeigte.

Und tatsächlich, die Tiefbau-Profis bestätigen mir, dass das Kabel durchtränkt sei. Das Grundwasser liege zu hoch. Eigentlich müsste man das komplette Kabel neu verlegen und dazu die ganze Straße aufreißen. Das würden sie Kabel Deutschland vorschlagen. Ob die sich drauf einlassen, sei fraglich.

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