Das Element Wasser

Zumindest für Stellen, wo es nicht hingehört, kann ich aus tiefster Überzeugung sagen: Ich hasse es!!! Vor ein paar Tagen hatte ich gerade zu einer Nachbarin gesagt, ich sei so froh, dass uns bei diesem Wetter der Keller nicht volllaufen kann. Dachte ich…

Als wir gestern Abend im Bett lagen hörte ich es: klopf – klopf – klopf.

Ich: „Thommy, hörst Du das?“

Er: „Da is nix.“

Ich: „Doch, da klopft was.“

Er: „Naja, das Holz arbeitet halt.“

Ich:  „und trommelt den Tackt dazu? Nee, nee das ist was anderes…“

Naja, so ging es eine Weile, bis ich Thommy schließlich so weit hatte, sich aus dem gemütlichen, warmen Bett zu pellen und Richtung Dachboden davonzuschlurfen. (Ich wäre nicht gegangen weil: 1. müde, 2. kalt, 3. gruseliger dunkler Dachboden, 4. womöglich Spinnen…) Eine Weile verging, erst rumorte und rumpelte es über mir. Und dann Stille. Und dann in die Stille hinein: „Scheiße! Hier ist alles nass!“

Ich mit einem sehenswerten Panter-Satz aus dem Bett und die Treppe hochgepoltert. Oh nein! Wasser!! Ist ja mal was Neues. Man muss positiv denken. Im Haus ist es mir zumindest lieber als Feuer… Dennoch stand ich wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Eimer, Handtücher und Auffangbehälter waren schnell herbeigeschafft. Draußen tobte das Unwetter und wir saßen gebannt vor dem Eimer, der sich nun mit dicken, steten Tropfen aus einer winzigen Ritze im Isolierklebeband zu füllen begann.

Liebe Leser, glauben Sie mir, man schläft nicht sonderlich gut, wenn man weiß, dass es durch das Dach über einem tropft. Ich tat kein Auge zu. Um kurz vor Sieben versuchte ich mein Glück bei Damman. Ich war begeistert, dass ich sofort Manfred Dammann am Telefon hatte. Ich schilderte ihm kurz unser Problem (Er: „Iih, das is‘ gemein!“). Und er versprach mir, heute Nachmittag jemanden zu schicken.

Um kurz vor Zwei hielt die legendäre blaue, rollende Werkstatt vor der Tür. Diesmal ohne  im Schlamm zu versinken… ;-) Es regnete. Dunkelgraue Wolken soweit das Auge reicht. Der Sturm sorgte für eine wahnsinns Geräuschkulisse mit Rauschen und Heulen und irgendwo in der Ferne zuckten ein paar Blitze.

„Ich guck mal…“, meinte Colt Sievers und schwang sich kurzerhand auf das Dach. Ich habe keine Fotos gemacht, da sich bestimmt sonst irgend eine Berufsgenossenschaft auf diese Aktion hin gemeldet hätte. Die Ursache war trotz Sturm und Regen schnell gefunden, und die Stelle wurde nun erst einmal provisorisch abgedichtet. Auf mein Drängen hin machten wir ein paar „Probebohrungen“ im Dach des Kriechbodens und die Dämmung hatte tatsächlich einiges abbekommen. Is nass = muss raus. Gibt ein bisschen Dreck, aber ist wohl laut Aussage von Colt Sievers entweder mit Hanfmatten oder eben wieder mit Cellulose kein Problem. Aufmachen – nass raus – trocknen lassen – trocken rein – zu machen – fertig. Auch für mich als Laien sehr logisch und beruhigend. Schön, dass das so schnell behoben werden konnte :-)

Außer in der Badewanne, unter der Dusche oder im Glas will ich in meinem Haus kein Wasser mehr sehen. Nochmal halten meine Nerven das nicht aus.

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