Alptraum – die Fortsetzung

Erstmal eine gute Nachricht: Wir leben! Und unser Haus steht noch! :-)

Dank der lieben, tröstenden Worte von netten Blog-Leserinnen und Lesern war ich heute gar nicht mehr sooo niedergeschlagen. Obwohl es guten Grund dafür gibt…

Boden, unser netter Geologe, kam heute persönlich vorbei. Seine Neuigkeit: Er hat mit Dammann und dem Statiker gesprochen: So wie unser Carport gebaut ist, werden die Fundamente es auch auf Schlamm weiterhin tragen. (Die Möwe, die vorhin Anstallten machte sich auf unsere Regenrinne zu setzen, habe ich dennoch wie eine Furie – einen Spaten schwingend – verjagt. Womöglich hatte die gut gefrühstückt und dann: kracks. Wer weiß…) Und dann (klar, wie soll es anders sein) die schlechte Nachricht: Die Kiesprobe, die er unter dem Carport entnommen hat, hat ihm ein Ergebnis geliefert, nachdem der gesamte Boden der Einfahrt und des Carports ausgetauscht werden muss, da dieser verwendete Kies nicht zum befahren und bepflastern geeignet ist. Zu schluffhaltig. Er gibt immer nach, saugt viel Wasser, gibt dieses nur sehr schwer wieder ab und ist nicht Frostbeständig. Na super.  Das würde heißen: 90 cm tief auskoffern, wenn es trocken ist. Dieser Tiefbauer soll mir mal im Dunkeln begegnen… Was ist mit den Fundamenten? Da müsste bei einem nach dem anderen vorsichtig  ausgekoffert, neuer Kies eingebracht und verdichtet werden. Oha…Wie solls denn laufen? „Entschuldigung, könnten sie mal bitte kurz mein Carport-Stützbalken samt Betonfundament hochhalten? Ich will da nur mal fix ein bißchen Sand drunter stopfen und mit nem Rüttler drum herum fahren…“ Ich sehe da schwarz.

Naja, was solls. Heulen und Jammern hilft jetzt aber auch nicht weiter. Ich heizte also heute morgen erstmal in den Baumarkt und holte ne 90 Liter Maurer-Bütt. Mit ner Bohrmaschine wurde eine Art riesiges Sieb daraus gezaubert und in unserem Teich unter dem Carport versenkt. Die Pumpe, die mein Schwiegerpapa gestern noch gebracht hatte, sah zwar nicht sehr vertrauenserweckend aus, aber der Schlauch, der dabei war, reichte immerhin bis zum Gulli in der Straße. Knöpfchen gedrückt. Schlürf! Was ich gestern mit viel Mucki-Einsatz und Schubkarre gerissen habe, machte dieses kleine Pümpchen in Sekunden. Prima. Frau Köster und Team legten währeddessen Platten in unserem Carport-Schuppen. Die Tür hatte Thommy heute Morgen noch ausgehängt, die war nach unten 5 cm zu lang. Wir wollten aber weder einen 5 Zentimeter Spalt unter den Carport-Wänden, noch eine Stufe ins Carport rein (Die Tür geht nach innen auf). Manfred Dammann meinte nun, es sei kein Problem sie zu kürzen, wenn die Dammänner das nächste Mal da sind.

Während ich mich noch mit der Pumpe beschäftigte, zogen am Himmel die schwarzen Wolken auf. Der Himmel öffnete seine Schleusen.  Hilfe! Wir saufen ab! Kann uns mal schnell einer  20 Pumpen leihen? Ich verkrümelte mich nach drinnen. Inzwischen kann ich draußen Wasser glitzern sehen, egal aus welchem Fenster ich sehe. Das ist hübsch und beängstigend zugleich. Und es regnet immer noch…

Gerade ein wichtiges Telefonat mit Schwiegerpapa geführt. Morgen um acht kommt der Tiefbauer (um seinen Murks zu bestaunen) Ich muss also schnell nochmal raus und ein paar Zweige und Blätter über eins der Wasser-Schlamm-Löcher legen. Ratet mal, wer da reinplumpsen soll… ;-)

3 Gedanken zu „Alptraum – die Fortsetzung

  1. Jaja… die Tiefbauer, ich war so glücklich als unser Tiefbauer zur Besprechung gleich mit Baggern und Team anrückte. DIe Begeisterung hielt aber nur ca. 2 Stunden, als das erste Kabel (der Kabelanschluß) und nach 3 Stunden das nächste Kabel ( Telefon) dran glauben musste. Bis zum Stand heute hat er bis auf die Gasleitung alles getroffen. Aber neben dem Zerstören von Kabeln und Rohren, konnte er wenigstens verdichten. Unsere Kellerbaufirma hatte zumindest beim Haus eine Bodenbrobe anfertigen lassen. Trotzdem habe ich nun nach Euren Erfahrungen ein klein wenig Angst das unser noch nicht stehendes Häuschen nach dem Stelltermin auch mal wegschwimmen könnte….

  2. Wer andern eine Grube gräbt…
    … muss noch lange kein Tiefbauer sein ;-)

    Ich meine schon, dass Ihr versuchen solltet, den Tiefbauer in Regreß zu nehmen. Am besten in Naturalien… lasst es sein Problem sein, den Carport sorgfältigst zu sanieren.

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